Gefahr für Fledermäuse im Holzstapel

Der Winter ist zwar vorbei, aber wenn es  kalte Tage gibt, wird doch nochmal der Ofen mit Holzscheiten gefüttert.

Leider haben sich, besonders die kleinen Rauhautfledermäuse, hier gerne ein ruhiges Ruheplätzchen gesucht. Und wenn Holzstücke herausgezogen werden, kann es sein, dass eine in Winterstarre befindliche Fledermaus herausfällt, oder zwischen den Scheiten sogar verletzt wird.

Deshalb lieber Tierfreund – Augen auf bei Tätigkeiten an geschichtetem Holz – vielleicht kann dadurch manch kleiner Flattermann vor größerem Schaden, oder sogar dem Verbrennen, geschützt werden.

(Foto Fransenfledermaus/E. Grimmberger)

Schöpfungsgarten in Reinfeld

Die Planung vom Schöpfungsgarten – ein schöner Flecken auf dem neuen Friedhof – liegt schon 2-3 Jahre zurück. Solche Projekte brauchen Zeit von der Idee, über die Planung, bis zur Verwirklichung. Bei der Planung gab Sabine Reichle noch viele Anregungen für eine natürliche Gestaltung und Entwicklungsmöglichkeiten für diesen „Garten“.

Die Einweihung war am 16. August 2020 im Rahmen eines sehr nett gestalteten Gottesdienstes am Rande des Schöpfungsgarten bei herrlichem Wetter, und trotz Corona und den Auflagen war die Stimmung der Teilnehmer sehr gut.

Dieser Garten bedarf aber noch weiterer Pflege und Unterstützung, denn noch sind die Pflanzen, die von der Schöpfung erzählen und in der Bibel einen Zusammenhang finden, noch zu schwach. Deshalb gibt es jeden Mittwoch ab 9:30 bis ca. 12Uhr eine offene Gartengruppe, zu der sich jeder spontan, ohne Anmeldung, einfinden darf. Jeder kann sich dann eine für sich passende Tätigkeit aussuchen – und dabei vielleicht auch neue Kontakte knüpfen.

Zukünftig sollen im Schöpfungsgarten auch kleine Angebote an Veranstaltungen laufen, wie z.B. kleine Konzerte, Vorträge/Lesungen, Theater oder Ferienpass/NAJU Aktionen. Der NABU könnte sich z.B. Beiträge zum Thema „naturnahe Gärten“ und „Tiere in unseren Gärten“ vorstellen.

Wer hierzu einen Beitrag leisten möchte, mag er noch so klein sein, gerne bei Britt Pecher melden, Friedhofsverwaltung Tel. 04533 61236 oder per Email: friedhof@kirche-reinfeld.de.

Fauna Invidiae

Der Frühling naht und mit ihm die Lust am Naturerlebnis in Wald und Flur. Jedoch sollte nichts zurückbleiben, was dort nicht hingehört…

Das Bild wurde uns freundlicherweise von der Beiersbronn Touristik zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

Frühlingsboten – Osterhase, Feldhase (Lepus europaeus)

Vorweg: Die Auflösung des Monatsrätsels lautet: Stockentenweibchen


Der Frühling steht vor der Tür und damit auch das Osterfest. Ostereier und der Osterhase gehören selbstverständlich dazu. Doch wann haben Sie den Osterhasen zuletzt gesehen?

Bild von Erika Wittlieb auf Pixabay

Das reale Vorbild des Osterhasen – der Feldhase –  wird ca. 60 bis 70 Zentimeter lang. Er hat kräftige, lange Hinterbeine, kann sehr schnell beschleunigen und sehr gut springen. Sein Fell ist braun bis rotbraun. Mit seinen langen Ohren kann er sehr gut hören. Tagsüber versteckt er sich gerne in einer von Hecken oder hohem Gras geschützten Mulde (Sasse), die er sich gräbt. Zu Beginn der Fortpflanzungszeit von Januar bis März treffen sich Hasen und Häsinnen zur Paarung auf Äckern oder Wiesen. Dann lassen sie sich auch tagsüber gut beobachten.

Die Bestände des Feldhasen haben seit den 80er Jahren um 75 Prozent abgenommen, etwa zwei bis drei Millionen Tiere soll es über ganz Deutschland verteilt noch geben. Auf der Roten Liste ist der Feldhase als gefährdet eingestuft.

Dem Hasen fehlen immer mehr die Nahrung und Verstecke. Die Intensivierung der Landwirtschaft mit dem Verlust von Strukturelementen und fehlender Nahrung ist hautsächlich für den schlechten Zustand der heimischen Hasenpopulation verantwortlich. Der Feldhase braucht abwechslungsreiche pflanzliche Kost, bestehend aus Gräsern, Kräutern, Wurzeln und Knollen. Die intensive Ackerbewirtschaftung mit Monokulturen, Düngung und Pestizideinsatz schmälert das Nahrungsangebot für den Feldhasen.

Durch die Anlage von Blühstreifen, Hecken und eine Extensivierung der Landbewirtschaftung könnten Nahrungsangebot und Rückzugsmöglichkeiten deutlich verbessert werden. Neben dem Hasen profitieren von solchen Maßnahmen viele andere heimische Tierarten, darunter bedrohte Wiesenvögel wie Kiebitz und Feldlerche, aber auch Bienen und andere Insekten. Mehr Informationen zum Feldhasen und wie Sie den NABU bei Maßnahmen zum Schutz des Osterhasen unterstützen können, finden Sie unter https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/sonstige-saeugetiere/16729.html.

Rätsel des Monats

An den Gestaden der Trave fand ich eine kreisrunde Rupfstelle. Der Habicht hatte also wieder Beute gemacht. Aber wen hat er da gefressen?

Hast Du anhand der Federn erkannt, wer des Habichts Opfer wurde?
Schreib uns deine Vermutung an post@nabu.de.
Die Auflösung wird nächsten Monat verraten.

Online-Premiere des Filmprojekts „Die Trave-Kids auf Flusssafari“

Endlich ist es soweit: Das im Sommer 2013 mit dem Deutschen Naturschutzpreis des Bundesamtes für Naturschutz BfN ausgezeichnete Filmprojekt des NABU Reinfeld-Nordstormarn und der Projektgruppe Trave-Film über die „Trave-Kids auf Flusssafari“ ist online.

Das Film-Projekt feiert Anfang Februar 2021 Premiere, allerdings nicht wie geplant mit allen Teilnehmern und Kooperationspartnern im Kinosaal, sondern online zum Anschauen und zum Download:

Zur Trave-Kids Mediathek

Sabine Reichle, die damalige Vorsitzende des NABU Reinfeld-Nordstormarn, hatte die Idee für das Filmprojekt und erstellte das Konzept. Ein erfolgreiches Beispiel für gelungene Umweltbildung. Der Impuls auf diesem Wege Kinder und Jugendliche an den Fluss vor ihrer Haustür heran zu führen, weckt Interesse und Verständnis für den Lebensraum Trave. Das motiviert die Trave-Kids und die Zielgruppe des Filmprojektes vielleicht sogar künftig als Gewässerschützer aktiv zu sein.

Vom Frühjahr 2014 bis in den Herbst 2016 fanden die Dreharbeiten der Film-Crew mit ihren jugendlichen Hauptdarstellern statt. Es war geplant, einen einstündigen Film zu erstellen. Doch aufgrund der vielen spannenden Themen und Aktivitäten ist der Film „Die Trave-Kids auf Flusssafari“ ein zweieinhalbstündiges Werk in zehn thematisch abgeschlossenen Episoden plus Prequel und Bonusmaterial geworden.

Alle Filme und weitere Informationen zum Filmprojekt auf
trave-kids.de/

Neuer Vorstand gewählt

Die Mitglieder des NABU Reinfeld-Nordstormarn haben aufgrund der grassierenden Pandemie ihren neuen Vorstand per Briefwahl gewählt.

Vorsitzende: Ivonne Stresius
Stellvertretender Vorsitzender: Jan-Hendrik Brodauf
Kassenwart: Martin Lohnau

Beisitzer/innen:
Eva Apelt, Fledermausschutz
Uwe Bohm, Zarpen und Umgebung
Udo Reichle-Röber, Öffentlichkeitsarbeit
Katrin Schweim, NSG Oberer Herrenteich, VivaWald
Karin Steffen-Witt, Hamberge und Umgebung

Die Beisitzer und Beisitzerinnen haben sich unterschiedliche Arbeitsschwerpunkte gewählt, über die wir künftig berichten werden.

Jahresbericht 2019

Liebe NABU-Mitglieder, liebe Naturfreundinnen und –freunde,

im Jahr 2019 konnten wir vor allem durch den unermüdlichen Einsatz unserer im Februar 2020 verstorbenen Vorsitzenden Sabine Reichle viele Projekte umsetzen. Trotz ihrer Krankheit hat Sabine sich für den Naturschutz rund um Reinfeld engagiert und nicht nachgelassen für das, was ihr wichtig war, zu kämpfen. So konnten im Jahr 2019 auch mit der Unterstützung von Sponsoren und der Hilfe aktiver ehrenamtlichen Mitglieder die Projekte erfolgreich durchgeführt werden.

Der gesamte Jahresbericht 2019 steht mit den Themen Fledermausschutz, Betreuung des Naturschutzgebietes Oberer Herrenteich,  Zarpen und Umgebung – Beobachtungen von Uwe Bohm und weiteren Aktivitäten hier als PDF-Datei zum Download bereit:

Jahresbericht_2019.pdf