Neue Kinder-und Jugendgruppe startet im September

Hiermit lädt der NABU Reinfeld-Nordstormarn zum Start der Kinder- und Jugendgruppe der NAJU ein!

Wenn DU…

  • 9-12 Jahre alt bist oder in die 3.-6.Klasse gehst
  • gerne draußen in der Natur bist
  • dich für Tiere und Pflanzen interessierst und sie besser kennenlernen möchtest
  • gerne mit anderen zusammen Spiele spielst und spannende Natur-Ausflüge machst
  • neugierig bist und gerne werkelst und bastelst
  • und mit den Großen vom NABU für die Natur aktiv werden willst

…. dann ist die neue NAJU-Gruppe in Reinfeld bestimmt etwas für dich!

Wir starten am 10.September von 15:30-17:30 Uhr im Jugendtreff der Stadt
Reinfeld im Ganztagszentrum der Immanuel-Kant-Schule, Bischofsteicher
Weg 75b.

Wenn du die NAJU also gerne kennenlernen möchtest, dann melde dich vorher bitte an. Da gibt es dann auch weitere Informationen und Antworten auf deine Fragen.

Wir freuen uns auf dich!
Eike Hilbert und der NABU Reinfeld-Nordstormarn

Kontakt
NAJU Reinfeld im
NABU Reinfeld-Nordstormarn
Eike Irene Hilbert
Gruppenleiterin
Tel. 04533 / 610 96 77
naju@nabu-reinfeld.de

Kleine Fledermaus gefunden…und nun? …

 

… und woran erkenne ich, ob es ein junges oder erwachsenes Tier ist, und was es für Hilfe braucht??

Für einen Laien ist dies alles schwierig zu erkennen, deshalb ist es sehr gut, wenn die Fledermaus vorsichtig mit einem kleinen Stofftuch oder Zewa in einen kleinen Karton mit Deckel (dicht schließend, aber mit Luftlöchern) verfrachtet wird.

Man kann vorsichtig Wasser mit einem sauberen Zeichenpinsel oder, falls zur Hand,  2ml Spritze oder kleinen Pipette anbieten. Dabei muss darauf geachtet werden, dass kein Wasser in die Nasenlöcher kommt – deshalb eher seitlich am Mundwinkel berühren. Die Erstversorgung muss so rasch wie möglich erfolgen.

Ein wichtiger weiterer Schritt ist, jemandem mit Fledermaus-Kenntnissen das Tier zu zeigen. Denn einfach wieder in die Natur zu entlassen, wenn das Tier weitere Unterstützung bräuchte, würde seinen Tod nach sich ziehen.

Hilfe gibt es über die Fledermaus-Hotline 030-284984-5000,  oder fledermausambulanz@nabu-reinfeld.de

Eine weitere informative Seite des NABU:

https://schleswig-holstein.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/fledermaeuse/fledermausschutz/11864.html

Blühende Hecken – eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten

Viele Gartenbesitzer beginnen jetzt mit dem Schnitt der Hecken. In blühenden Ligusterhecken tobt aber gerade jetzt das Leben.

Viele Schmetterlinge, Bienen- und Fliegenarten tummeln sich dort.

Auch brütende Vögel werden durch einen zu frühen Schnitt gestört oder ihre Nester werden für Räuber leichter erreichbar. Die Brutzeit mancher Singvögel reicht bis in den September.

Darum sollte man mit dem Schnitt noch warten.

Der NABU Insektensommer ist gestartet

Nun heißt es wieder: Eine Stunde lang Insekten beobachten, zählen und an den NABU melden!

Die NABU-Mitmachaktion findet vom 4. Juni bis 13. Juni und vom 6. August bis 15. August deutschlandweit statt. Auch die NABU-Ortsgruppe Reinfeld-Nordstormarn ist dabei und ruft alle Stormarner:innen auf, mitzuzählen.

Beobachten und zählen können alle und fast überall: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als 10 Meter im Radius.Gezählt wird eine Stunde lang. Gemeldet werden die Beobachtungen per Online-Formular oder über die kostenlose Web-App NABU Insektensommer.

Aber keine Angst, niemand erwartet von euch, dass ihr alle 33.000 Insektenarten in Deutschland bestimmen könnt. Ihr bestimmt einfach so weit, wie ihr kommt. Es ist also euch überlassen, ob ihr einen Käfer, einen Marienkäfer oder den Siebenpunkt-Marienkäfer meldet. Zusätzlich kann euch die neue NABU Web-App oder der Online-Bestimmungsschlüssel helfen. Wir sind uns sicher, dass ihr überrascht seid, wie viele Insekten ihr in kürzester Zeit selbst bestimmen könnt. Und ganz nebenbei soll die Aktion natürlich auch einfach Spaß machen!

Also, nichts wie raus, gerade bei dem schönen Wetter momentan sind besonders viele Sechsbeiner unterwegs.

Alle weiteren Infos zu Aktion findet ihr unter folgenden Links:

Erklärvideo zur Aktion: https://www.youtube.com/watch?v=MRIfIMzMRno

Website zum Insektensommer: www.insektensommer.de

Link zum Bestimmungsschlüssel: https://insektentrainer.nabu.de/insektenbestimmungsschluessel/

Link zur Web-App: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/insektensommer/mitmachen/30048.html

Erklärung zum Meldeformular: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/insektensommer/mitmachen/24573.html

Hier wächst das Futter für Singvögel und Fledermäuse

Im naturgemäßen Garten sind Gespinstmotten
willkommen. Es Kleinschmetterlinge, die als Primärkonsumenten im
Nahrungsnetz eine wichtige Rolle spielen: Sie fressen Pflanzen und
sind wiederum Futter für z.B. Vögel und Fledermäuse.

Hier ein Gespinst an einem Pfaffenhütchen (31.
Mai 2021). Die Raupen fangen gerade erst richtig an zu fressen, der
Busch wird wohl noch sehr viel kahler werden, wird aber wieder
austreiben.

Weitere Infos:
www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und spinnen/schmetterlinge/nachtfalter/28042.html 

 

Naturgemäßes Gärtnern

Die heimische Lebensgemeinschaft aus Pflanzen, Insekten Vögeln und vielen Lebewesen mehr braucht einen Lebensraum in dem Futter, Nist- und Versteckmöglichkeiten sowie Nistmaterial bereit steht. Naturgemäßes Gärtnern  hat das im Zusammenhang mit dem Jahreszeitlichen Rhythmus im Blick. Da es sehr viele Nahrungsbeziehungen gibt spricht man von Nahrungsnetzen, z.B.

  • Der Regenwurm wird nicht nur von Amseln gefressen sondern auch von anderen Vögeln, von Maulwürfen und Igeln, auch Füchse finden Regenwürmer lecker und der Regenwurm braucht einen gesunden Boden.
  • Spinnen werden nicht nur von Vögeln gefressen sondern z.B. auch von manchen Wespenarten, Fröschen, anderen Spinnen und Eidechsen. Spinnen wiederum fressen gern Insekten, die auch von Vögeln gefressen werden.
  • Grundlage allen tierischen Lebens sind Pflanzen, wobei die Ansprüche der Arten an die Pflanzenarten unterschiedlich sein können.

Bei so vielen Beziehungen der Lebewesen im Garten untereinander kann man ganz wirr im Kopf werden – wo anfangen? Eine bunte Blumenwiese für Insekten ist sicher immer eine gute Idee, aber nicht jeder Boden eignet sich dafür und nicht alle Gärtner*innen haben die Möglichkeit bzw. Lust einen zu fetten Boden durch Eintrag von Sand abzumagern.

In Hier werden immer mal wieder Beispiele auftauchen um die Gärtner*in zu inspirieren.

Beispiel Rotkehlchen – Vogel des Jahres 2021: Warum ist Sauerampfer für Rotkehlchen gut?

Wie alle Vögel braucht das Rotkehlchen Futter, Nistmöglichkeiten, Nistmaterial und Versteckmöglichkeiten.

Rotkehlchen sind im Garten oft Begleiter beim Lockern der Beete und warten auf freigelegte Regenwürmer. Die NABU Webseite gibt einen Überblick was sie sonst noch gern fressen:

  • Zur Brutzeit vertilgt das Rotkehlchen überwiegend Insekten und deren Larven, insbesondere Käfer, Zweiflügler, Netzflügler, Ohrwürmer, Schmetterlingsraupen, Ameisen und Blattläuse.
  • Im Sommer und Herbst erweitert es sein Nahrungsspektrum mit Beeren und Früchten von Schneeball, Pfaffenhütchen, Hartriegel, Faulbaum, blühendes Efeu und anderen Sträuchern.

(https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/1992-rotkehlchen/index.html)

Das Sommer- und Herbstangebot kann die Gärtner*in durch Anwesenheit der genannten Pflanzen bereichern. Andere Sträucher sollten auch heimische Sträucher sein, z.B. Holunder, da  exotische Pflanzen von den Vögeln i.d.R. nicht angenommen werden. Auch Samen von heimischen Blumen und Wildkräutern wie z.B. Stockrosen, Nachtkerzen, Akkelei,  Phazelia oder Johanniskraut stehen gern auf dem Speiseplan.

Schwieriger ist es, den Überblick für das Angebot an Insekten zu behalten. Grundsätzlich sind alle o.g. Pflanzen natürlich auch für Insekten eine Futterquelle, die ja die Blüten bestäuben und so für Samen und Beeren sorgen. Die auf der NABU-Webseite genannten Zweiflügler sind z.B. Fliegen und Mücken. Es gibt in Deutschland tausende Fliegenarten und ca. 50 Mückenarten, von denen nicht alle stechen. Die Netzflügler sind in Europa mit ca. 100 Arten vertreten, die Florfliege gehört z.B. dazu (https://niedersachsen.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten/fliegen-muecken/24864.html).

Insektenfutter für Rotkehlchen setzt Nahrungsnetze voraus. Warum also ist Sauerampfer für Rotkehlchen gut?

  • Rotkehlchen fressen gern Florfliegen. Diese brauchen also gute Bedingungen um sich zu vermehren.
  • Die Gemeine Florfliege, die sich im Herbst neben den Marienkäfern bei uns in den Fensterritzen verkriecht, legt Ihre Eier in der Nähe von Blattlauskolonien ab. Die geschlüpften Larven, auch Blattlauslöwen genannt, fressen sich an Blattläusen satt, verpuppen sich und aus der Puppe schlüpft ca. 3 bis 5 Wochen nach Eiablage die neue Florfliege.
  • Ein Garten ohne Blattläuse ist also schlecht für Florfliegen. Besonders beliebt bei Blattläusen ist Sauerampfer, auf dem sich Massen an Blattläusen sammeln. Gutes Futter für die Blattlauslöwen und im Garten verstreut einige große Sauerampfer stehen lassen reduziert die Gefahr, dass Blattläuse sich an anderen Pflanzen vergreifen, die der Gärtner*in lieb sind.

Das Rotkehlchen ist Vogel des Jahres

Um diesen Titel tragen zu dürfen, musste das Rotkehlchen in der dieses Mal öffentlich durchgeführten Wahl 306 andere zur Wahl stehende Arten hinter sich lassen. Lag es in der Vorwahl mit 5962 Stimmen noch hinter der Stadttaube (8937 Stimmen) auf Platz zwei, setzte es sich in der entscheidenden Stichwahl der zehn beliebtesten Vögel klar durch. Mit 59338 Stimmen (17,4 %) lag es klar auf Platz eins vor der Rauchschwalbe (15,3 %) und dem Kiebitz (12,6%).
Wir vom Nabu Reinfeld-Nordstormarn gratulieren dem Rotkehlchen zur Wahl, denn mit seiner frechen Art gehört das Rotkehlchen auch zu unseren Lieblingen. Besonders gut ist das Rotkehlchen an seiner orangen Kehle zu erkennen, welche von Männchen und Weibchen getragen wird. Nur die Jungtiere sind mit ihrem braun gefleckten Gefieder etwas schwieriger zu erkennen. Obwohl einige Individuen im Winter kurze Strecken in Richtung Süden ziehen, bleiben viele der Rotkehlchen ganzjährig bei uns (Teilzieher).
Beobachten lässt sich das Rotkehlchen mit etwas Geduld fast überall auch in Reinfeld. Egal ob in städtischen Grünflächen, im Wald, bei einem Spaziergang um den Herrenteich oder im heimischen Garten – überall fühlt sich das Rotkehlchen wohl. Mit etwas Glück kommt man ihm sogar recht nahe, vor allem beim Gärtnern im eigenen Garten hüpft das Rotkehlchen gerne mal bis auf wenige Meter heran. Dies liegt daran, dass sich das Rotkehlchen größeren Säugern, wie z.B. Wildschweinen oder eben auch im Garten grabenden Menschen anschließt, um kleine Insekten, Spinnen und Würmer aus der aufgewühlten Erde zu picken. Im Spätsommer und Herbst stehen aber auch frische Beeren auf dem Speiseplan des Rotkehlchens.
Der Bestand der Rotkehlchen gilt bei uns derzeit als stabil. In Mittel- und Südeuropa sind allerdings durch die intensivierte Landwirtschaft, zunehmende Verbauung und der Jagd auf Rotkehlchen in Südeuropa leicht sinkende Zahlen zu verzeichnen. Mit der Wahlbotschaft „für mehr Gartenvielfalt“ setzt sich das Rotkehlchen gegen graue Steingärten und für bunte, vielfältige Gärten mit Laub und Zweigen zum Verstecken, sowie vielen Insekten und Beeren zum Naschen ein. Und davon profitiert natürlich nicht nur das Rotkehlchen, sondern auch viele andere Vogelarten.

Gefahr für Fledermäuse im Holzstapel

Der Winter ist zwar vorbei, aber wenn es  kalte Tage gibt, wird doch nochmal der Ofen mit Holzscheiten gefüttert.

Leider haben sich, besonders die kleinen Rauhautfledermäuse, hier gerne ein ruhiges Ruheplätzchen gesucht. Und wenn Holzstücke herausgezogen werden, kann es sein, dass eine in Winterstarre befindliche Fledermaus herausfällt, oder zwischen den Scheiten sogar verletzt wird.

Deshalb lieber Tierfreund – Augen auf bei Tätigkeiten an geschichtetem Holz – vielleicht kann dadurch manch kleiner Flattermann vor größerem Schaden, oder sogar dem Verbrennen, geschützt werden.

(Foto Fransenfledermaus/E. Grimmberger)

Schöpfungsgarten in Reinfeld

Die Planung vom Schöpfungsgarten – ein schöner Flecken auf dem neuen Friedhof – liegt schon 2-3 Jahre zurück. Solche Projekte brauchen Zeit von der Idee, über die Planung, bis zur Verwirklichung. Bei der Planung gab Sabine Reichle noch viele Anregungen für eine natürliche Gestaltung und Entwicklungsmöglichkeiten für diesen „Garten“.

Die Einweihung war am 16. August 2020 im Rahmen eines sehr nett gestalteten Gottesdienstes am Rande des Schöpfungsgarten bei herrlichem Wetter, und trotz Corona und den Auflagen war die Stimmung der Teilnehmer sehr gut.

Dieser Garten bedarf aber noch weiterer Pflege und Unterstützung, denn noch sind die Pflanzen, die von der Schöpfung erzählen und in der Bibel einen Zusammenhang finden, noch zu schwach. Deshalb gibt es jeden Mittwoch ab 9:30 bis ca. 12Uhr eine offene Gartengruppe, zu der sich jeder spontan, ohne Anmeldung, einfinden darf. Jeder kann sich dann eine für sich passende Tätigkeit aussuchen – und dabei vielleicht auch neue Kontakte knüpfen.

Zukünftig sollen im Schöpfungsgarten auch kleine Angebote an Veranstaltungen laufen, wie z.B. kleine Konzerte, Vorträge/Lesungen, Theater oder Ferienpass/NAJU Aktionen. Der NABU könnte sich z.B. Beiträge zum Thema „naturnahe Gärten“ und „Tiere in unseren Gärten“ vorstellen.

Wer hierzu einen Beitrag leisten möchte, mag er noch so klein sein, gerne bei Britt Pecher melden, Friedhofsverwaltung Tel. 04533 61236 oder per Email: friedhof@kirche-reinfeld.de.